Beim Erstellen von Google Ads gilt die grobe Faustregel, dass qualitativ hochwertige Ads eine bessere Anzeigenposition zu bei weitem geringeren Kostenaufwand möglich machen. Doch was versteht Google unter Qualität? Diese Frage beantworte ich dir in meinem nachfolgenden Artikel. Außerdem zeige ich dir, wie dir der „Qualitätsfaktor“ dabei helfen kann, die Qualität deiner Google Ads zu optimieren.
Inhaltsverzeichnis
Der Qualitätsfaktor ist nichts anderes als eine Art Schätzung, die Google abgibt. In deren Berechnung fließen drei Faktoren:
Achtung, die Betonung liegt bewusst auf dem Wort „Schätzung“, da für den Erfolg der Google Ads noch weitere Faktoren eine Rolle spielen, die aber weder von Google noch vom Advertiser direkt steuerbar sind.
Wissenswert:
Tipp: Es sollte darauf geachtet werden, dass sich der Qualitätsfaktor zwischen 5 und 10 bewegt.
Für die Berechnung des Qualitätsfaktors werden folgende drei Werte herangezogen:
Wissenswert: Alle drei Werte (erwarteter CTR, Anzeigenrelevanz und die Erfahrung, die Nutzer bisher mit der Zielseite gemacht haben) können neben dem Qualitätsfaktor ebenfalls unter dem Keyword-Bericht eingesehen werden. Aber nur, wenn die entsprechenden Felder hinzugefügt wurden.
Tipp: Willst du sehen, wie gut oder schlecht der Qualitätsfaktor letzte Woche/letzten Monat war, ist eine Segmentierung deiner Tabelle nach den entsprechenden Wochentagen sinnvoll. Vorher musst du, wie bereits erwähnt, den Qualitätsfaktor, die Nutzererfahrung mit der Landingpage, die Anzeigenrelevanz und den erwarteten CTR zu deiner Statistiktabelle hinzufügen.
Der „Qualitätsfaktor“ ist ein wichtiges Werkzeug, dass dir dabei helfen kann, bei deinen Google Ads eventuelle Lücken zu finden und diese zu schließen.
Achtung, den Qualitätsfaktor mithilfe von halbseidenen Tricks in die Höhe zu treiben ist keine gute Idee, da es meist nur kurzfristige Erfolge bringt. Es ist effizienter und auch zielführender, sich auf langfristige Leistungsziele zu konzentrieren. Bei den von dir durchgeführten Verbesserungen sollte immer eine positive Nutzererfahrung im Vordergrund stehen.
Wissenswert: Da der Qualitätsfaktor kein echter Messwert, sondern eine reine Schätzung ist, sind für dich, beim Analysieren deiner Google Ads vorallem die drei Basiswerte interessant, anhand derer der Qualitätsfaktor berechnet wird. Insbesondere, da deren Erhebung in Echtzeit erfolgt.
Sieh dir den Keyword-Bericht deiner Kampagne an und sortiere die Keywords anhand des Qualitätsfaktors. Welche Keywords zeigen eine gute bzw. optimale Leistung? Welche Keywords sind schlechter als erwartet? Prüfe, welche von diesen Keywords wirklich relevant sind, bevor du mit der genauen Analyse beginnst. Die folgende Aufzählung soll dir dabei helfen den Grund herauszufinden, warum der Qualitätsfaktor bei dem einen oder anderen Keyword mittelmäßig oder schlecht ist:
Tipp: Besteht die Anzeigengruppe aus mehreren Keywords/Longtails (max. 5), dann ist es sinnvoll darauf zu achten, dass sich deren Qualitätsfaktor jeweils zwischen 5 und 10 bewegt.
Wichtig, in die Auswertung deiner Google Ads, solltest du auch die drei Werte mit einbeziehen, die zur Berechnung des Qualitätsfaktors herangezogen werden. Betrachte sie dabei unbedingt einzeln. Das macht es dir nämlich einfacher, eventuelle vorhandene Probleme innerhalb deiner Google Ads Kampagne zu finden. Unsere nachfolgend angeführten Beispiele sollten dir verdeutlichen warum.
Beispiel:
Achtung, ist die Nutzererfahrung schlecht oder mittelmäßig, ist es nicht zielführend, die Webseite nur durch einen neuen Call-to-Action zu ergänzen.
Wissenswert: Ausgeschlossene Keywords und/oder die Keyword-Optionen haben direkten keinen Einfluss auf den Qualitätsfaktor, sollten aber trotzdem verwendet werden.
Ist der erwartete CTR mittelmäßig oder schlecht, dann hast du folgende Möglichkeiten:
Bei einer mittelmäßigen oder schlechten Nutzererfahrung hast du folgende Optimierungsmöglichkeiten:
Tipp: Schau dir zusätzlich den zu erwartenden CTR an. Ist dieser mittelmäßig oder schlecht, dann solltest du den Content auf deiner Zielseite überarbeiten. Aber Achtung, mit Content meine ich nicht nur Webseitentexte oder Produktbeschreibungen, sondern auch den Preis, die Produktbilder usw. Des Weiteren lohnt es sich, die Technik näher anzusehen. Vor allem im Hinblick auf die Ladezeit – Stichwort: Mobilgeräte. Neben schnellen Ladezeiten sollte hier vor allem auf eine einfache Navigation geachtet werden.
Wissenswert: Das Thema Keywords sorgt nach wie vor für Unsicherheiten unter den Advertisern. Dazu will ich klarstellen, es ist nicht mehr so wie früher, dass die Suchbegriffe exakt so auf der Zielseite vorkommen müssen, damit die betroffene Webseite in der organischen Suche ausgegeben wird.
Beispiel:
Suchanfrage: Playstation-Spiele günstig
Webseite od. Ad: Gebrauchte Playstation-Spiele zu günstigen Preisen (Das Wörtchen „zu“ wird von Google sowieso ignoriert)
Seit Mitte Dezember 2020 kannst du in deinem Google Ads Konto personalisierte Empfehlungen nachlesen, die sich an dem Zielvorhaben deiner Kampagne orientieren. Google generiert diese mithilfe des sogenannten Optimierungsfaktors.
Wissenswert:
Beispiel: Benutzt Du bei deiner Kampagne die Gebotsstrategie „Conversion maximieren“, dann hilft dir der Optimierungsfaktor dabei, die Kampagne auf maximale Conversion zu optimieren.
Andreas Kirchenr ist ein erfahrener Experte für Suchmaschinenwerbung und der kreative Kopf hinter SEA Panda. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung im digitalen Marketing hat er sich auf Google Ads spezialisiert und hilft Unternehmen dabei, ihre Online-Präsenz zu optimieren. Seine praxisnahen Anleitungen und fundierten Analysen bieten wertvolle Einblicke in aktuelle Trends und effektive Strategien. Andreas ist bekannt für seine Fähigkeit, komplexe Konzepte verständlich zu erklären und seine Leser zu inspirieren, innovative Ansätze auszuprobieren.
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